Gelungener 1. Ostdeutscher Psychotherapeutentag: Therapieziel Psychische Gesundheit

Vor dem Hintergrund des Anstiegs psychischer Erkrankungen und deren sozialen und gesellschaftlichen Folgen befasste sich der 1. Ostdeutsche Psychotherapeutentag am 25./26.03.2011 in Dresden mit dem Thema Psychische Gesundheit. Im Zentrum des Kongresses standen die Bedingungen seelischer Gesundheit in der heutigen Gesellschaft und ihre Förderung durch psychotherapeutische Mittel. Die vielfältigen Beiträge namhafter ReferentInnen ermöglichten vielfältige und interdisziplinäre Einblicke in die Möglichkeiten, aber auch Grenzen der Prävention psychischer Störungen und der Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung seelischer Gesundheit.

Bereits in der Begrüßung machte die Präsidentin der OPK Andrea Mrazek den rund 500 Anwesenden deutlich, dass „unser Gesundheitssystem ... auf die Behandlung akuter Erkrankungen ausgerichtet sei" und eben nicht auf das frühzeitige Erkennen und die Verhinderung von psychischen Krankheiten. Sie betonte das Vorhandensein zahlreicher Präventionsmöglichkeiten, „viele davon beziehen sich auf die Lebenswelten, in denen sich Menschen täglich bewegen."

In ihrem anschließenden Grußwort betonte die geladene sächsische Staatsministerin Christine Clauß die hervorragende Zusammenarbeit der OPK mit ihrem Ministerium und sprach sich für weitere gegenseitige Unterstützung aus. Gleichzeitig überbrachte sie der Präsidentin der OPK die erfreuliche Nachricht, dass diese fortan einen Sitz im Sächsischen Psychiatrierat erhalten wird. Darum war von Seiten der OPK lange gekämpft worden. Die Ministerin drückte ihre Hoffnung aus, daß dieser wichtige Schritt die gemeinsame Arbeit der OPK und des Sächsischen Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz für eine bessere psychotherapeutische Versorgung in Sachsen weiter befördern wird.

Nach diesen einführenden Worten begann die zweitägige Veranstaltung im geschichtsträchtigen Hygiene-Museum in Dresden mit dem Vortrag von Prof. Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance in Berlin zum Thema „Brauchen wir neue Ansätze in Pädagogik und Therapie? - Entwicklungs- und Identitätsstörungen bei Kindern und Jugendlichen".

Im zweiten Plenumsvortrag ging Prof. (em.) Winfried Hacker von der TU Dresden auf ein zweites großes Lebensfeld ein. Unter dem Titel „Arbeit und Psychische Gesundheit" verwies der Arbeits- und Organisationspsychologe auf die Unverzichtbarkeit psychologisch fundierter Verhältnis- und Verhaltensprävention in der Erwerbstätigkeit.

Nach der Mittagspause konnten die Teilnehmer zwischen Fachvorträgen und Workshops zu unterschiedlichen Themen wählen. Von „Ressourcenaktivierung" über „Katathym Imaginative Psychotherapie" und „Pathologisches Glücksspielen" bis hin zur „Erhaltungstherapie und Rückfallprophylaxe bei Depressionen" und „Präventionsansätzen zur psychischen Gesundheit" u.v.m. wurden Inhalte rund um das Thema psychische Gesundheit geboten (eine Übersicht zu allen Vorträgen finden Sie auf dieser Homepage). Höhepunkt des ersten Tages war die Podiumsdiskussion am Abend im voll besetzten Plenarsaal des Hygiene-Museums.

Der gesellige Teil des Ostdeutschen Psychotherapeutentages wurde in der Empfangshalle des Hygiene-Museums statt - festlich geschmückt und berauschend illuminiert. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Dresdner Salondamen, mit deren Chansons und atemberaubenden Kleidern die 20er Jahre Einzug hielten und das Publikum zum Tanzen animierten.

Den Auftakt des zweiten Tages bildete der provokante Vortrag von Prof. Dr. Kurt Hahlweg, TU Braunschweig, zum Thema „Prävention von Verhaltensstörungen im Kindesalter: Ist Deutschland ein Entwicklungsland?".

Die TeilnehmerInnen im abermals voll gefüllten Plenarsaal konnten anschließend den Ausführungen von Prof. Dr. Elmar Brähler lauschen, der seine an der Leipziger Universität durchgeführte Studie zur ambulanten psychotherapeutischen Behandlung vorstellte. Bevor die Teilnehmer wieder aus verschiedenen Fachvorträgen und Workshops wählen konnten, hielt Dr. Marlies Volkmer, stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion, ein Abschlussgrußwort anlässlich des OPT.

Mit ca. 500 Teilnehmern war der erste Ostdeutsche Psychotherapeutentag eine überaus gut besuchte Premierenveranstaltung. Wir hoffen, dass alle TeilnehmerInnen eine positive Bilanz der Veranstaltung ziehen und zahlreiche Anregungen für die eigene Arbeit an den PatientInnen mitgenommen werden konnten.

Die auf dem OPT gehaltenen Vorträge können auf der Homepage www.opt2011.de eingesehen werden. Ein ausführlicher Artikel wird im nächsten OPK aktuell und im PTJ 02-2011 veröffentlicht. Weitere fotografische Impressionen erscheinen in Kürze auf dieser Homepage.

Wann & Wo

25. – 26. März 2011
Deutsches Hygienemuseum Dresden (DHMD)
Lingnerplatz 1, 01069 Dresden weiterlesen

Veranstaltungsorganisation

K.I.T. Congress Incentives GmbH Dresden
Münzgasse 2
01067 Dresden

Projektleiterin: Christina Jenchen
Telefon: +49 (0) 351 / 4967312
Telefax: +49 (0) 351 / 4956116
E-Mail: info@kitdresden.de
Web: www.kitdresden.de weiterlesen

Kontakt

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Kickerlingsberg 16
04105 Leipzig

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Telefax: +49 (0) 341 - 46243219
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Web: www.opk-info.de weiterlesen

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